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Harte Zeiten

Das Leben in Lagavulin war hart, bevor man mit der Destillation begann.

„Barley Bogle” klingt wie eine merkwürdige Figur, die im Mittelpunkt eines alten Insel-Rituals steht, oder? In Wirklichkeit war der „Barley Bogle” jedoch keine merkwürdige Erscheinung, sondern Teil eines Rituals, das mit der Vorbereitung für die Malt Whisky-Produktion von Lagavulin zu tun hatte. Und das war mit einer Menge harter manueller Arbeit verbunden.

Um die Rolle des „Barley Bogle” in unserer Geschichte zu verstehen, sollten wir zunächst einmal das heutige Verfahren betrachten. Heutzutage wird die gemälzte Gerste von den nahegelegenen Port Ellen Maltings fertig angeliefert und dann gemahlen. Nach dem Mahlen der Gerste in der traditionellen Maschine kann das Maischen und Destillieren beginnen. Das Öl zum Heizen der Brennöfen und zur Dampferzeugung wird per Tanker angeliefert. Soweit so gut.

Aber die ersten 150 Jahre der Destillerie waren nicht ganz so einfach. Sogar Anfang der 1960er Jahre war noch eine ganze Menge harter Arbeit notwendig, um Whisky überhaupt herzustellen.

Donnie Mackinnon, der 1960 seine berufliche Laufbahn als Mälzer bei Lagavulin begann, erinnert sich, dass seine erste Aufgabe darin bestand „….zu kehren und so weiter und Wannen mit Gerste und Kohle zu schieben und dergleichen.” Das klingt erstaunlich entspannt, in Wirklichkeit dürfte sein Start aber alles andere als leicht gewesen sein.

Am Anfang stand die Kohle. 1960 arbeiteten die Destillerien immer noch mit Brennblasen, die direkt mit Kohle befeuert wurden und Lagavulin war hier keine Ausnahme. Die Kohle (Big Coal) wurde per Schiff angeliefert und kam direkt vom Bergwerk. Sie wurde auf Lastwagen verladen und zur Destillerie transportiert. Dort musste sie zerkleinert werden (Small Coal), bevor sie in die Öfen kam. Echte Knochenarbeit.

Der Transport der Gerste war auch nicht einfacher. Zu dieser Zeit hatten die Destillerien ihre eigenen Mälzereien, um ihre Gerste zu mälzen. Und Lagavulin war keine Ausnahme. Die reife Gerste wurde in Säcken von circa 100 Kilogramm per Schiff in der Regel in Port Ellen angeliefert, da auf Islay keine Gerste angebaut wurde.

Im nächsten Arbeitsgang wurden diese schweren Säcke auf Fahrzeuge geladen, die sie zur Destillerie brachten. Nach Anlieferung der Gerste mussten die Männer jeden Sack einzeln in einen Trichter entleeren. Von dort wurde sie mit einem Hebezug in einen Speicher im obersten Stockwerk gebracht. Dort befand sich entlang des Gebäudes ein Förderband.

Oben angekommen wurde die Gerste auf das Förderband geladen, weitertransportiert und in den „Barley Bogle” gefüllt (dieses Gerät mit dem wundervollen Namen ist praktisch ein oben angebrachter fahrbarer Holztrichter, der entlang des Gebäudes auf Schienen läuft). Nach dem Füllvorgang wurde er von einem Arbeiter entlang gerollt und an der gewünschten Stelle auf den Boden entleert.

Zum richtigen Zeitpunkt wurde die Gerste dann vom Speicher auf ein Förderband gegeben und zu den großen Bottichen, den sogenannten „Steeps”, am Ende des Gebäudes transportiert. Dann wurde sie vor der Keimung eingeweicht.


Der Ofen wurde durch das darunter liegende Torffeuer erhitzt. Im heißen schnellen Aufwind des Torfrauchs schoss die Gerste rauchend nach oben und fiel durch einen Rutsche in einen Behälter mit zwei Griffen, der jeweils von einem Mann gehalten wurde. Wenn der Behälter voll war, mussten sie schnell zur Ecke laufen, die ein ganzes Stück entfernt war, dort den Behälter entleeren und zurückkehren, um den Vorgang zu wiederholen. Schließlich war die Gerste zum Mahlen, für die Maische, zur Alkoholgewinnung und Destillation bereit.

An anderer Stelle wurden die Destillationsanlagen von Hand gereinigt. In dieser Zeit, in der es noch keine Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften gab, mussten die direkt befeuerten Brennblasen häufig gewartet werden. Dazu stieg ein Arbeiter regelmäßig in die Brennblase, um die Innenseite mit einer Bürste zu reinigen. Einer dieser Arbeiter war Angus, ein echter Koloss, ca. 183 cm groß, 127 kg schwer. Er passte für seine Arbeit kaum durch die kleine Öffnung der Brennblase. Einer seiner Kollegen meinte, wehe, wenn er drinnen ein Problem bekäme, dann könnte man ihn gar nicht herausholen...

Um Grant das letzte Wort zu erteilen: Die Arbeit in einer Destillerie war damals „ein sehr sehr harter Job.”

Und die härteste Arbeit musste erledigt werden, bevor ein Tropfen Whisky destilliert werden konnte!